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Innovationen aus Hamburg

Unternehmen, die auch morgen noch erfolgreich sein wollen, müssen schon heute die Produkte der Zukunft entwickeln.

 

Zugdrachen für die Frachtschifffahrt / Towing kite for cargo ships
Zugdrachen für die Frachtschifffahrt / Towing kite for cargo ships (Bild: SkySails)


Hamburg bietet hierfür beste Voraussetzungen. Praxisorientierte Hochschulen, qualifiziertes Personal und weitsichtige Unternehmen. Beispiele erfolgreicher Innovationen aus Hamburg haben wir hier für Sie zusammengestellt. Fachkompetente und verlässliche Ansprechpartner für Ihr Vorhaben finden Sie hier.

CAN GmbH hat einen Toxikologietest für Nanopartikel entwickelt

CAN Konfokalbild

(CAN)

Nanopartikel sind vielseitig: sie werden zum Beispiel in der Oberflächenbeschichtung, als Bestandteil von Lacken, für neue Werkstoffe oder als Markierungssubstanz in Diagnoseverfahren genutzt. Durch die zunehmende Anwendung von Nanopartikeln ist die Frage, ob sie eine Gefahr für den Menschen darstellen können, immer mehr in den Vordergrund gerückt.

Das Centrum für Angewandte Nanotechnologie GmbH (CAN) hat einen Test entwickelt, mit dem die Toxizität von Nanopartikeln untersucht werden kann. In dem von der Innovationsstiftung geförderten Projekt wurden Nanopartikel synthetisch hergestellt und hinsichtlich ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften vollständig charakterisiert. CAN entwickelte verschiedene Assays auf der Basis von Lungenepithel-, Hautbindegewebe- und Darmepithel-Zellen. Die etablierten Zellassays wurden an die speziellen Anforderungen durch den Einsatz von Nanosystemen angepasst und in Standard Operation Procedures (SOPs) umgesetzt. Die Messmethoden erwiesen sich als reproduzierbar, sodass auch hieraus SOPs entwickelt wurden, die zum Beispiel im Qualitätsmonitoring oder bei der Entwicklung und Produktion von Nanopartikelsystemen Anwendung finden können.

Die in dem Projekt entwickelten Testroutinen werden bereits in zwei laufenden Drittmittelprojekten genutzt und haben auch schon Eingang in eine Servicedienstleistung gefunden, die das CAN im Geschäftsfeld "CANtox und CAN Analytik" anbietet.

DERMALOG will einen "Fingeralkoholtest" entwickeln

DERMALOG Identification Systems GmbH will in Kooperation mit dem Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf ein Verfahren  entwickeln, das gleichzeitig einen Fingerabdruck aufnehmen und nichtinvasiv den Blutalkoholgehalt bestimmen kann. Das Programm für Innovation fördert die Entwicklung mit 250.000 Euro. Die neue Technologie soll zur Alkoholkontrolle an sicherheitsrelevanten Arbeitsplätzen wie Cockpits oder Gefahrenguttransporter eingesetzt werden.  

Die Blutalkoholbestimmung soll auf spektroskopischem Wege mit einem miniaturisierten 2D Transmissionsspektrometer im Spektralbereich von 800nm bis 1000nm durchgeführt werden. In diesem Bereich weist das Gewebe zum einen eine hohe Transmission auf, so dass eine gute Durchleuchtung des Fingers möglich ist, zum anderen können die eindeutigen chemischen Signale des Alkohols identifiziert und quantitativ nachgewiesen werden.

DERMALOG ist eines der international führenden Unternehmen für biometrische Identifikationssysteme. Projektträger für das Programm für Innovation der Behörde für Wirtschaft und Arbeit ist die Innovationsstiftung Hamburg.

Neue Therapeutika für Insektengiftallergiker

Jeder vierte ist allergisch gegen Insektengift, zum Teil ist die Reaktion so stark, dass es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommt. Eine Therapie lehnen viele Patienten dennoch ab, weil die Desensibilisierung mit natürlichen Bienengiftextrakten mehrere Jahre dauert. PLS - Design GmbH arbeitet mit finanzieller Unterstützung der Innovationsstiftung bereits seit drei Jahren an einem neuen Therapieansatz. Mit molekularbiologischen Methoden soll eine genau definierte Mischung aus Einzelallergenen hergestellt werden. Die Desensibilisierung von Insektenallergikern mit diesen Molekülen verspricht eine deutlich gesteigerte Erfolgsquote und ein geringeres Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Projektphase erhält PLS nun rund 300.000 Euro Fördermittel aus dem Life Science-Programm der Behörde für Wissenschaft und Forschung, um die Entwicklung fortzusetzen. Ziel ist ein Prototyp mit klinisch relevanten rekombinanten Insektengiftallergenen. 

PLS wurde 2004 in Hamburg gegründet, um akademisches Wissen in industrielle Produkte zu transferieren. Kernkompetenzen des Unternehmens sind das strukturbasierte Protein-Engineering und das Design von Affinitätsmolekülen. Projektträger für das Life Science-Programm der Behörde für Wissenschaft und Forschung ist die Innovationsstiftung Hamburg.

Kultivierung von Mikroalgen im Freiland

Algenkultivierung

(SSC)

Mikroalgen gehören zu den Energiequellen der Zukunft, denn im Vergleich zu Landpflanzen wie Raps können sie ein Vielfaches an Energie liefern. Der Biomasseertrag aus Mikroalgen kann zur Produktion von Gas, Diesel, Ethanol oder Wasserstoff eingesetzt werden. Da für die Algenkultivierung CO2-Abgase aus Kraft-, Zement- oder Kalkwerken genutzt werden können, ist die Bioenergie aus der Alge zudem schon bei der Produktion gut für das Klima. Mikroalgen rücken deshalb zunehmend in den Blickpunkt. 

SSC Strategic Science Consult GmbH will den Prototyp für einen Photobioreaktor zur Kultivierung von Mikroalgen im Freiland entwickeln. Das Programm für Energie und Innovation der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt fördert das Projekt mit rund 160.000 Euro. Grundlage der Entwicklung ist ein ssc-Patent für einen sogenannten Konvektionsreaktor. Der Reaktor soll im Vergleich zu derzeit genutzten Reaktoren deutliche Vorteile bei Leistungsfähigkeit, Haltbarkeit und Energieeinsatz aufweisen.

Das Kerngeschäft von SSC ist die Planung und Umsetzung neuer Technologien in den Bereichen Energie und Umwelt. Projektträger für das Programm für Energie und Innovation der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt ist die Innovationsstiftung Hamburg.

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